Psychische Notfälle können genauso lebensbedrohlich sein wie körperliche Notfälle – doch viele Menschen wissen nicht, wohin sie sich in einer Krise wenden sollen. Die neue Notrufnummer 113 bietet schnelle Hilfe für Menschen in psychischen Ausnahmesituationen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie der psychiatrische Notfalldienst über die 113 funktioniert, welche Hilfe Sie erwarten können und wann Sie diese Nummer wählen sollten.
📌 Was ist die 113 und warum wurde sie eingeführt?
Die 113 ist eine neue Notrufnummer für psychische Notfälle und dringende, aber nicht lebensbedrohliche Gesundheitsprobleme. Sie wurde eingeführt, um bestehende Notfalldienste wie 110 (Polizei) und 112 (Rettungsdienst) zu entlasten und eine direkte Anlaufstelle für Menschen in seelischen Krisen zu bieten.
Warum ist das wichtig?
- Psychische Krisen sind oft zeitkritisch, aber nicht immer ein Fall für Polizei oder Rettungsdienst.
- Menschen in akuten Krisen brauchen eine schnelle fachliche Unterstützung – keine Strafen oder lange Wartezeiten.
- Durch die 113 erhalten Betroffene sofortigen Zugang zu psychiatrischen Notfalldiensten, ohne Umwege über Hausärzte oder Kliniken.
🚨 Wann sollten Sie die 113 wählen?
Die 113 ist speziell für Situationen gedacht, in denen psychische Probleme dringend behandelt werden müssen, aber keine akute Lebensgefahr besteht.
✅ Beispiele für Notfälle, in denen Sie die 113 wählen sollten:
✔ Panikattacken oder schwere Angstzustände
✔ Suizidgedanken oder selbstverletzendes Verhalten (ohne unmittelbare Gefahr)
✔ Plötzliche psychotische Zustände oder Wahnvorstellungen
✔ Starke depressive Episoden mit akuter Hilfsbedürftigkeit
✔ Extremer Stress oder emotionale Krisen nach einem Trauma
✔ Akute Verwirrtheit oder dissoziative Zustände
✔ Krisenintervention bei Drogen- oder Alkoholkonsum
📌 Wann sollten Sie stattdessen die 112 wählen?
Wenn sofortige Lebensgefahr besteht – z. B. bei einem akuten Suizidversuch, Ohnmacht oder schweren Selbstverletzungen.
🔄 So funktioniert der psychiatrische Notfalldienst über die 113
📞 Schritt 1: Anruf tätigen
- Wählen Sie die 113 und bleiben Sie ruhig, um Ihre Situation so klar wie möglich zu schildern.
- Die Notrufzentrale wird Sie mit einem psychiatrischen Fachteam oder einer Kriseninterventionsstelle verbinden.
👂 Schritt 2: Erste Hilfe per Telefon
- Ein psychologisch geschulter Mitarbeiter wird mit Ihnen sprechen und Sie beruhigen.
- Falls notwendig, kann ein Psychiater oder Therapeut telefonisch beraten.
- Sie erhalten direkte Anweisungen, was als nächstes zu tun ist. In Notlagen kann es lebensrettend sein, sofort die Seelische Notfälle: 113 wählen zu können.
🚑 Schritt 3: Vor-Ort-Hilfe organisieren
- Falls eine persönliche Betreuung notwendig ist, kann ein mobiler Krisendienst oder ein Notarzt entsandt werden.
- In schweren Fällen kann ein Transport in eine psychiatrische Klinik organisiert werden.
📋 Schritt 4: Weiterführende Unterstützung
- Nach der Ersthilfe erhalten Sie Empfehlungen zu weiterführenden Therapien oder Beratungsstellen.
- Falls Sie wiederholt Krisen erleben, kann ein langfristiger Betreuungsplan erstellt werden.
🏥 Welche psychiatrischen Notfalldienste stehen zur Verfügung?
Je nach Bundesland und Region gibt es unterschiedliche Notfall-Psychiatrie-Angebote, die über die 113 erreichbar sind. Dazu gehören:
1️⃣ Mobile Krisendienste
🚗 Psychologische Notfallteams, die direkt zu Ihnen nach Hause kommen, um akute Hilfe zu leisten.
2️⃣ Psychiatrische Notfallambulanzen
🏥 Kliniken mit speziellen Notfallsprechstunden für seelische Krisen – erreichbar über die 113.
3️⃣ Telefonische Krisenintervention
📞 Direkte Unterstützung durch erfahrene Psychologen und Therapeuten.
4️⃣ Sozialpsychiatrische Dienste
💡 Hilfe für Menschen mit längerfristigen psychischen Erkrankungen und psychosozialen Problemen.
5️⃣ Notaufnahmen für akute Psychiatrie-Fälle
🏨 Falls eine stationäre Aufnahme notwendig ist, wird die 113 die Einweisung koordinieren.
🆘 Psychiatrische Notfälle: Was können Angehörige tun?
Häufig bemerken Freunde oder Familie zuerst, dass eine Person in einer psychischen Krise steckt. In diesen Fällen können auch Angehörige die 113 wählen.
📌 So können Sie helfen:
✔ Bleiben Sie ruhig und verständnisvoll.
✔ Sprechen Sie offen über die Krise – aber ohne Druck oder Vorwürfe.
✔ Ermutigen Sie die betroffene Person, professionelle Hilfe anzunehmen.
✔ Wenn akute Gefahr besteht, wählen Sie 112 statt 113!
🔄 113, 110 oder 112 – Welche Nummer ist die richtige?
| Notrufnummer | Wann wählen? |
| 110 (Polizei) | Bei Gewalt, Bedrohung oder strafbaren Handlungen. |
| 112 (Rettungsdienst) | Bei akuter Lebensgefahr – z. B. bei Suizidversuchen oder schweren Verletzungen. |
| 113 (Psychiatrische Notfälle) | Bei schweren psychischen Krisen, aber ohne akute Lebensgefahr. |
🛑 Häufige Missverständnisse über die 113
❌ „Nur lebensgefährliche Situationen sind ein Notfall.“
➡️ Falsch! Psychische Krisen sind oft nicht tödlich, aber dringend behandlungsbedürftig.
❌ „Die 113 ist nur für Psychiatrie-Patienten gedacht.“
➡️ Falsch! Auch Menschen ohne bekannte psychische Erkrankung können in eine Notlage geraten.
❌ „Ich werde automatisch in die Klinik eingewiesen, wenn ich anrufe.“
➡️ Falsch! Nur wenn es wirklich notwendig ist, wird ein Klinikaufenthalt empfohlen.
✅ Fazit: Die 113 als lebensrettende Hilfe für psychische Notfälle
✔ Schnelle Hilfe für Menschen in seelischen Krisen
✔ Keine Wartezeiten, keine Umwege über Hausärzte
✔ Direkte Verbindung zu psychiatrischen Notfalldiensten
✔ Entlastung der Polizei und Rettungsdienste
✔ Unterstützung auch für Angehörige und Freunde
📌 Tipp: Speichern Sie die 113 auf Ihrem Handy, damit Sie im Notfall schnell handeln können.
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